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In unserer heutigen Gesellschaft hat die Technik eine neue Dimension erreicht. Die Computer übernehmen größtenteils unsere Arbeit und wir können die Technik als Normalverbraucher kaum mehr im Detail verstehen. Wir verlieren die Kontrolle über die Technik. Die Computer übernehmen meist schwere Rechenarbeiten, für welche der menschliche Verstand Jahre gebraucht hätte. Das ist jedoch nicht alles, denn der Mensch entwickelt immer bessere und schnellere Maschinen. Der Computer ähnelt immer mehr einem Menschen, der ähnlich wie ein Mensch elektronische Impulse empfängt, weiterleitet und verarbeitet. Die Prozesse, die in Computern vorgehen unterscheiden sich nicht wirklich von denen menschlicher Gehirne, welche als Grundlage zum Bau von Computern dienen. Es stellt sich anschließend die Frage, inwieweit sich ein Computer von einem Menschen unterscheidet. Dieses wird im Folgenden untersucht, indem dargelegte Unterscheidungsmerkmale hinterfragt werden.

Vorerst ist evident, dass Computer aus einem anderen Material geschaffen sind als Menschen, nämlich aus anorganischen Materialien. Im Transhumanismus, der die Grenzen menschlicher Existenz durch technologische Verfahren erweitern will, würde das Material aber keine große Bedeutung haben, da auch Menschen mit z.B. künstlichen Prothesen genauso leben können wie Menschen mit organischen Gliedern.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, dass der Mensch einen freien Willen hat und der Computer nicht. Dieses Argument setzt jedoch voraus, dass es überhaupt einen freien Willen gibt. Laut neuesten Untersuchungen der Psychologie1 gibt es gar keine freien Willensentscheidungen, womit dieses Problem sich erübrigen würde. Angenommen es gibt einen freien Willen, also eine Handlungsfreiheit, könnte diese Freiheit auch auf einem Computer programmiert werden, der sich aus einer Menge von Informationen eine Handlung ableitet, ganz ähnlich wie der Mensch.

Auch der Begriff der Seele, der eine Maschine von einem Menschen unterscheiden soll, ist nur eine religiöse Konstruktion. Da wir nur wissen, dass unsere Körper endlich sind, gibt es folglich auch keine unendliche Seele und alle unseren Fähigkeiten sind auf reine Entwicklung zurückzuführen, die ein Computer durchaus imstande wäre ebenfalls zu konstruieren. Selbst Moral und Würde, welche als menschliche Instinkte gelten, sind nur von der Vernunft abgeleitete, gesellschaftliche Normen. Eine derartige Vernunft könnte also auch von einem Computer geschaffen werden, der Gesetzmäßigkeiten folgend moralisch handeln könnte. Ein klassisches und schwerwiegendes Argument dafür, dass sich Menschen von Maschinen unterscheiden lassen ist, dass Menschen Gefühle haben und Maschinen nicht. Jedoch hängen die Gefühle von einem Zustand ab, der durch Informationen der Umwelt erzeugt wird. Gefühle sind also materielle Zustände, die somit auch von Computern erzeugt werden könnten. Da sich fremde Gefühle nur mit der Interaktion anderer Menschen erschließen lassen, könnten auch Computer Gefühle anderer erkennen und darauf reagieren. Die Probleme bei Blockaden von Rechnern, aufgrund eines Systemfehlers, werden sich durch optimierte Systeme in der Zukunft gegen Null rechnen lassen, womit Computer genauso wie Menschen in der Lage wären, eigenen Problemen aus dem Weg zu gehen. Es kann also nicht ausgeschlossen werden, ob ein Computer ein Bewusstsein entwickeln könnte.

Nach den bisher genannten Unterscheidungskriterien lässt sich die Frage, ob ein Unterschied zwischen Mensch und Maschine besteht bzw. ob ein Unterschied auszuschließen wäre oder nicht, noch nicht sicher beantworten.

Jedoch könnte eine andere Frage als grundsätzlicher Ansatz zur Lösung des Problems der künstlichen Intelligenz gelten und zwar, inwieweit Computer intelligent sind und Gefühle haben. Wir Menschen wissen hauptsächlich, dass wir selbst einen Verstand haben. Dass andere Menschen einen Verstand haben, nehmen wir ebenfalls als selbstverständlich an. Warum sollte dann ein Computer keinen Verstand haben oder warum sollten andere Menschen keine Computer sein? Es ist und war immer schwer zu sagen, ob ein Computer wirklich denkt oder ob nur automatisierte Töne aus ihm kommen.

Ein großer Pionier der viele Fortschritte zu dem Thema der künstlichen Intelligenz gemacht hat, ist Alan Turing. Er wurde 1912 in London geboren und starb mit 42 Jahren nach einem von wissenschaftlichen Bestrebungen, aber auch durch Probleme geprägten Leben. Turing war der Auffassung, jeder Computer könnte so konstruiert werden, dass er sich in festgelegten Kriterien nicht mehr von einem Menschen unterscheidet. So könne also jeder beliebige Unterschied behoben werden, der zwischen einer Maschine und einem Menschen erkennbar ist, indem ein Computer gebaut wird, der diesen Unterschied aufhebt.

Der Turing Test

Turing hat 1950 in seinem Werk „Computing Machinery and Intelligence“ ein objektives Verfahren erfunden, um festzustellen, inwieweit Maschinen mit Menschen gleichzusetzen sind bzw. ob Maschinen denken können. Dieses Verfahren wurde nach ihm als „Turing Test“ benannt. Turing war der Meinung, es wäre ganz einfach einen Computer und einen Menschen zu unterscheiden, indem ihnen eine schwere Rechenaufgabe gestellt wird. So würde der Computer schneller antworten können als der Mensch es vermag. Jedoch könne auch hier der Computer so programmiert sein, dass er seine Antwort verzögere, um menschlicher zu wirken. In einigen Punkten, so ließe sich sagen, ist der Computer also intelligenter als wir. Außerhalb dieser Einzelfälle wäre zu behaupten, dass der Mensch intelligenter ist als ein Computer, wobei sich der Mensch in bestimmten Wissensgrenzen befindet. Turings Hauptaugenmerk lag darauf, herauszufinden, ob ein Computer ein Bewusstsein haben kann.

Es gibt zwei grundlegende Arten des Turing Test. Die erste nennt sich „The Imitation Game“, in welcher es drei Spieler gibt. Es wird als Spiel bezeichnet, da es festgelegten Handlungsabläufen einiger Personen unterliegt. Der erste Spieler ist männlich, der zweite Spieler weiblich und der dritte Spieler kann beide Geschlechter annehmen. Der dritte Spieler muss nur durch Befragung der anderen Spieler herausfinden, ob Spieler Eins oder Spieler Zwei weiblich oder männlich ist, ohne sie sehen zu können. Spieler Eins versucht dabei Spieler Drei zu einer falschen Entscheidung zu bringen, wobei Spieler Zwei versucht ihn zur richtigen Entscheidung zu bringen. Wenn Spieler Eins also ein Computer ist und es ihm gelingt, den Fragesteller zu überzeugen, kann der Computer als denkend angesehen werden (Turing 1950, S.433).

Die zweite Art ist der „Standard Turing Test“, in dem der Spieler Drei nicht herausfinden muss, um welches Geschlecht es sich handelt, sondern was der Computer und was der Mensch ist. Der Computer und der Mensch versuchen den Spieler Drei zu überzeugen, dass sie einen denkenden Menschen darstellen. Wenn Spieler Drei nicht klar sagen kann, wer der Computer ist, kann der Computer ebenfalls als denkend angesehen werden. Wichtig bei diesem Test ist außerdem, ob der Computer einen Menschen imitieren kann, nicht ob er den Fragesteller austrickst. Die Maschine sollte genauso denken wie ein Mensch und nicht andere Denkmuster haben. Eine Umkehrung des Testes ist nach einigen Wissenschaftlern eine bessere Methode, da so der Computer menschliche Fähigkeiten haben muss um zu entscheiden, ob er mit einem Computer oder einem Menschen redet. Turing ist sich sicher, dass es möglich wäre, einen solchen Computer zu konstruieren. Turing stellte sich eine Maschine vor, die einen Menschen vollkommen ersetzen könnte. Er wusste, dass in Zukunft Computer mit immer besseren Kapazitäten hergestellt werden.

Begriffe wie Intelligenz, Denken und Verstehen sind zu unklar und somit auch für Menschen nicht wirklich genau verständlich und abstrakt. Wenn also ein Computer diesen Test besteht, sollten wir auch bei einem Computer von Denken, Intelligenz und Verstehen reden und somit die gleichen Bedingungen an den Computer als an uns Menschen stellen. Andernfalls wäre es eine Art „Chauvinismus“ von Menschen gegenüber Computern. Die grundlegende Annahme des Turing Test folgt daraus, dass wir nicht wissen können, ob andere Bewusstseinszustände existieren. Ähnlich wie im Solipsismus, in dem nichts außerhalb des eigenen Bewusstseinszustand existiert, verhält es sich bei uns Menschen. Wir Menschen nehmen nur aufgrund des Verhaltens anderer Menschen an, dass sie ein Bewusstsein haben. Ein Toaster könnte ebenfalls ein Bewusstsein haben. Die Grundidee des Turing Test ist es, zu überprüfen, ob verhaltensgleiche Lebewesen auch ein Bewusstsein haben, weil der Mensch ja selbst auch eins hat. Das Leib-Seele-Problem hat sich bis heute noch nicht geklärt und somit kann sich der Mensch selbst nicht verstehen. Wenn also ein Computer auf Grundlage des Menschen gebaut wird, müsste erst einmal der Mensch als solches komplett begriffen werden.

Wir Menschen neigen dazu Bewusstsein in anderen Menschen, Tieren und Gegenständen zu sehen, was auch als anthropomorphistische Position bezeichnet wird. Mit einem Alter von drei Jahren entwickeln wir ein intuitives Verständnis für das Bewusstsein anderer, um uns so besser sozialisieren zu können. So wird beispielsweise häufig geglaubt, dass Katzen ein Bewusstsein hätten. Turing glaubte an Telepathie und außersinnliche Wahrnehmung. In seinem Imitationsspiel wäre es sich als Mensch ziemlich einfach zu beweisen, indem die Telepathiefähigkeiten gezeigt werden könnten. Turing dachte, dass Maschinen noch nicht soweit vorgedrungen sind, um Ideen umzusetzen wie wir Menschen es machen. Menschen entwickeln aus Ideen gleich ganze Theorien und Maschinen gelingt dieser Prozess noch nicht. Um solch eine Maschine zu entwickeln bedarf es einem gigantischen Arbeitsaufwand und viel Forschung. Turing schlägt ebenfalls vor, dass Entwickler einen Computer konstruieren sollten, der selbst lernt und ohne das Beisteuern von Entwicklern zu einem denkenden Erwachsenen heranwächst. Dieser „Lernprozess von Maschinen“ ist in der künstlichen Intelligenz noch sehr umstritten, da somit eine Art von künstlicher Evolution erfolgen müsste. Um den Turing Test zu bestehen, muss eine Maschine Sprache benutzen, argumentieren können, Wissen besitzen und dieses durch einen Lernprozess vertiefen. Außerdem kann eine Maschine auf sinnliches Wahrnehmungsvermögen von Objekten geprüft werden.

Der Turing Test ist außerdem auch im alltäglichen Leben aufzufinden. Wenn wir z.B. auf einer Internetseite einen Captcha (engl. Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) eingeben, ist es für eine Maschine fast unmöglich diesen Entschlüsselungsalgorithmus zu knacken, für Menschen jedoch relativ einfach.

Projekte namens „Eliza“ und „CleverBot“ haben den Turing Test beinahe bestanden. Es handelt sich um programmierte Chatpartner, die auf bestimmte Wörter reagieren, indem sie die passende Antwort geben, sodass es schwer ist, zwischen einer realen Person oder einer Unechten zu unterscheiden. Ansonsten hat bisher noch keine Maschine den Turing Test bestanden, auf dessen Bestehen hohe Preisgelder ausgeschrieben wurden.

Kritik am Turing Test

Der Ansatz von Turing hat auch einiges an Kritik von Philosophen und Computerwissenschaftlern bekommen. Ein großer Kritiker ist John Searle. In dem „Chinese Room Argument“ von Searle geht es darum, dass ein Computer der den Turing Test bestanden hat, Chinesisch sprechen kann und eine andere Person kein Chinesisch spricht. Searle spricht als Person in diesem Gedankenexperiment kein Chinesisch, kennt sich aber mit der Programmiersprache, mit welcher das Chinesischprogramm für den Computer geschrieben wurde, sehr gut aus. Searle bekommt also einen Input an Chinesisch und übersetzt diesen dann mit einem Programmiersprachenbuch weiter ins Chinesische. Dabei versteht er kein Wort und trotzdem hätte Searle selber auch den Turing Test bestanden, weil er das gleiche gemacht hat wie der Computer. Hauptkritikpunkt dieses Gedankenexperiments und somit auch Kritikpunkt Searles am Turing Test ist folglich, dass der Computer zwar die Sprache übersetzen kann, sie aber nicht versteht. So können Projekte wie „Eliza“ zwar Antworten geben, jedoch haben sie kein Verständnis von der Sache. Turing läge also falsch mit der Annahme, dass Maschinen die den Turing Test bestehen intelligent sind. Hier wäre einzuwenden, dass zwar Searle kein Chinesisch versteht, das System mit der Korrelation von Searle und der Programmiersprache zusammen jedoch schon. Somit läge Turing wiederum richtig. Jedoch auch gegen dieses Argument hatte Searle eine Gegenthese, und zwar dass er die Programmiersprache auswendig lernen müsse, somit das Buch nicht mehr bräuchte und alleine immer noch nicht Chinesisch verstehen würde. Somit hätte Turing nicht mehr richtig gelegen. Die meisten Wissenschaftler sind mit Searls Entdeckung zufrieden und sehen es als Lösung an. Jedoch gibt es auch Menschen, die danach fragen, ob Searle vielleicht wirklich Chinesisch versteht, wenn er das Programmierbuch auswendig kann?

Ein weiterer Kritikpunkt des Turing Test basiert darauf, dass der Computer trotz Imitationsversuchen, bei bestimmten Fragen trotzdem lügen oder ausweichen müsste, z.B. bei der Frage : „Erzähle mir über deine Eltern“.

Eine Menge von Ausweichversuchen der Computer sind bei dem sogenannten Loebner Preis aufzufinden, einem jährlichen Wettbewerb, bei dem der Turing Test in eingeschränkter Weise an verschiedenen Teilnehmern vollzogen wird. Es werden Wortspiele, Witze, Zitate etc. benutzt, um aus solchen Fragen einen Ausweg zu finden und den Turing Test zu bestehen bzw. nicht als Computer erkannt zu werden. Alle Tricks werden benutzt, um schwere Fragen zu umgehen und den Test zu bestehen. Bei dem Loebner Preis muss der Computer Anforderungen erfüllen wie mit der Sprache umgehen können, Wissen demonstrieren, Fragen beantworten, sich an neue Situationen anpassen und Schlussfolgern können.

Wissenschaftler kritisieren den Turing Test indem sie meinen, dass eine Maschine als intelligent angesehen werden kann, ohne dass sie mit Menschen ein Gespräch halten können. Die Menschen bzw. die Befrager im Test sind häufig auch zu naiv, um einen Computer erkennen zu können, welches am erwähnten Anthropomorphismus liegt, da Menschen dazu neigen, Tieren oder Gegenständen menschliche Eigenschaften zuzusprechen, obwohl sie nicht existieren. Umgekehrt bestehen viele kleine Kinder oder psychisch kranke Menschen den Turing Test nicht, obwohl sie eine Intelligenzform besitzen. Der „Bat Gedanke“ von Thomas Nagel kommt mir als Kritikpunkt in den Sinn. Selbst wenn wir alles von Allem wissen, können wir eines niemals wissen, wie es sich anfühlt eine Fledermaus zu sein weil wir zwar ein Schmerz-, Farb- oder Aromaquelle, nicht aber eine Ultraschallquelle kennen. Wie also wollen wir wissen, wie es sich anfühlt ein Computer zu sein ? Indem wir ihn mit einem Menschen vergleichen?

Der Test bezieht sich also nicht wirklich darauf, ob ein Computer intelligent ist. Er konzentriert sich darauf, den Computer mit einem Menschen zu vergleichen und somit zu sagen, ob ein Computer intelligent ist oder nicht. Diese Annahme unterliegt aber zwei Fehlschlüssen. Erstens können Menschen wie schon angemerkt ebenfalls unintelligent sein, wozu auch Lügen und falsches Wissen gehören und Computer diese Fehler somit ebenfalls kopieren müssten (vgl. Turing 1950, S.448). Zweitens ist manches intelligente Verhalten unmenschlich, da Menschen nicht so handeln würden und Maschinen möglicherweise intelligenter sind. Aufgrund dieser Tatsache würden die Computer den Test verlieren, weil sie als unmenschlich intelligent auffallen würden.

Schlussbemerkung

Der Verstand ist die Krone der Menschheit und das Abgrenzungskriterium von Tieren. Wenn nun die Menschen nicht mehr die einzigen Lebewesen wären, die denken könnten, würde das eine Katastrophe bedeuten. Der Turing Test gerät meines Erachtens deswegen auch etwas in Zwielicht, da die Menschen dem Turing Test nicht wirklich trauen bzw. Glaubwürdigkeit zurechnen. Ich finde zwar, wenn wir Computern ein Bewusstsein geben könnten, würde es für die Menschheit eine große Bereicherung sein und viele menschliche Probleme könnten beseitigt werden. Dennoch wäre dies eine gefährliche Bereicherung, da die Maschinen über uns Menschen herrschen und viel Schaden in der Natur anrichten könnten. Der Macher von Star Wars, George Lukas, soll mal gesagt haben, dass es durchaus gut sei wenn Computer nicht denken können, denn sie existieren vielmehr zugunsten unseres Vergnügens. Der Turing Test hat ziemlich viel Kritik einstecken müssen. Turings Vorhersage, dass die Maschinen im Jahre 2000 dazu fähig wären, mindestens 30 Prozent der Befrager zu täuschen und die These, dass die Leute eine denkende Maschine für durchaus möglich halten würden, hat sich bis heute nicht bewahrheitet. Die Menschen unterschätzen den gewaltigen Forschungsaufwand, um sowohl den Menschen zu erforschen, als auch solch eine denkende Maschine herzustellen und schieben ihre Vorhersagen immer weiter in die Zukunft.

Ich finde den Test dennoch sinnvoll, da wir ein Medium brauchen, dass die Grenzen zwischen Mensch und Computer untersucht. Dieser Test ist definitiv ausbaufähig, denn ein Bewusstsein zu haben ist mehr, als nur geschickt auf Sprache reagieren zu können. Der Turing Test mit seiner freien Konversation ist nicht unbedingt dazu geeignet zu hinterfragen, ob Computer als Menschen anzusehen sind. Ein festgelegtes Frageschema wäre allerdings auch zu leicht, um es für den Computer auf ein höheres akademisches Niveau zu bringen. Der Turing Test als solches ist aber durchaus gerechtfertigt, da es kein besseres Existenzverfahren für die Überprüfung von Intelligenz bei Computern und Menschen gibt. Die Neurowissenschaften, die Psychologie und die Philosophie des Geistes können Begriffe wie „Intelligenz“ und „Denken“, die wesentliche Begriffe der künstlichen Intelligenz darstellen, noch nicht klar definieren. Letztlich endet der Gedankengang immer bei dem Leib-Seele-Problem bzw. bei der Frage, was es heißt, etwas zu sein. Momentan lässt sich der Computer also noch von einem Menschen unterscheiden, die Zukunft jedoch ist ungewiss und umstritten. Die künstliche Intelligenz bleibt aber trotzdem ein interessantes und bemerkenswertes Thema, da es bestimmt irgendwann mal Roboter gibt, deren Handlungen fast als Denken zu bezeichnen wären. Aber ich glaube nicht, dass es jemals dem menschlichen Denken gleichen wird.

„Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“ – Hermann Hesse

 

Ich hoffe euch hat meine Hausarbeit über den Turing Test gefallen.. Sie hat mein Interesse an künstlicher Intelligenz enorm gesteigert! Ich bin gespannt, ob der Turing Test in Zukunft bestanden wird und wie sich die künstliche Intelligenz entwickelt.

Schreibt mir eure Meinungen zum Thema/zur Arbeit! Ich würde mich freuen 🙂

Literatur

Turing, Alan M., „Computing Machinery and Intelligence“ in: Mind 59 (1950) S. 433-460

Swirski, Peter (2000), Between Literature and Science: Poe, Lem, and Explorations in Aesthetics, Cognitive Science, and Literary Knowledge, McGill-Queen’s University Press

John Searle: The Rediscovery of the Mind. M.I.T. Press, Cambridge, Massachusetts 1992.

Dennett, D. (1985), “Can Machines Think?” in M. Shafto (ed.), How We Know, Cambridge, MA: Harper and Row.

Oppy, Graham and Dowe, David, „The Turing Test“,The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Spring 2011 Edition), Edward N. Zalta (ed.), URL = <http://plato.stanford.edu/archives/spr2011/entries/turing-test/>

1 Schnabel, Ulrich: Der unbewusste Wille, Die Zeit , URL http://www.zeit.de/2008/17/Freier-Wille, 17.04.2008

5 Antworten auf Der Turing Test – künstliche Intelligenz in unserer Zeit

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