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Istanbul oder auch früher Konstantinopel, ist eine vergessene europäische Stadt. Ich habe sie aus ihrem Schlaf gerufen und mich auf den Weg durch die Stadt gemacht! Wenn man in Istanbul ist, sind die ersten Hauptunterschiede die man merkt, durch den Islam bestimmt. Man sieht viele Leute in schwarzen Ganzkörperburkas oder einfach nur mit Kopfbedeckung, die auch schon recht bunt und modern ausfallen können. Viele gezirkelte und bunte Farben machen die Mode und die Ausstattungen der Moscheen aus.

Das gibt dann mit den ganzen Düften und den türkischen Spezialitäten einen recht orientalischen Flair, der über der Stadt liegt. Ich besuchte die blaue Moschee und diesbezüglich war es ganz toll, sich über Allah und den Islam zu informieren, denn bisher wusste ich darüber noch nicht so viel. Frauen und Männer sollten sich in Istanbul nicht ganz so leicht anziehen und sollten bei ihrer Kleidungswahl ein wenig Acht nehmen, wenn man nicht mit verachtenden Blicken angeguckt werden möchte (So ließ ich mein T-Shirt mit halb-nackter-Frauen-Aufdruck lieber im Hostel). In Moscheen kommt man meistens auch nur mit langen Hosen rein (Ich bekam bei der blauen Moschee ein Tuch zum Bedecken).

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Echt interessant zu sehen, wie oft am Tag diese Gebetsrufe aus den Moscheen erklingen. Ich lernte viel dazu, da es komplett eine andere Kultur ist und man nicht auf die kleinen Abwandlungen zu gewissen Gleichheiten unter christlichen Kulturen achten musste.

Dann habe ich entschlossen, den Bosporus zu erkunden. Dort gab es eine menge Fisch, der billig unter der Galatabrücke verkauft wurde. Ich entschloss mich, eine 2 stündige Rundfahrt für rund 3 Euro zu machen. Diese Tour war sehr schön und ging über den Bosporus Richtung schwarzes Meer. Bei dieser Gelegenheit habe ich dann erst gemerkt, wie groß Istanbul wirklich ist. Außerdem merkt man, wie krass der Unterschied zwischen Arm und Reich in Istanbul ist. Es gibt große Villen am Bosporus und ein paar hundert Meter weiter leben die Menschen in totaler Armut.

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Zum Entspannen bietet sich nähe der Galatabrücke die KAT4 Bar. Sehr empfehlenswert und nette Bedienung, nicht überlaufen, mit wundervollen Blick auf den Bosporus.

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Am Abend war mir und einem Engländer danach, das Nachtleben Istanbuls zu erkunden. Wir sind dann zur Balcony Roof Bar (Asmalimescit Mah. Sehbender Sok. No:5 | Istiklal, Beyoglu, Istanbul, Türkei ) gegangen und haben diesen traumhaften Ausblick und den tollen Tag in Istanbul mit einem Bier ausklingen lassen. Danach war uns noch nach etwas orientalischer Shisha. Wir sind die lebendigen Straßen Taksims hinauf gegangen und haben bei einer sehr guten Shisha Bar halt gemacht (ebenfalls Dachterrasse mit sehr guten Blick über die Stadt …mhh Mint schmeckt gut! Die Bar ist in der Hauptstraße von Taxim- Ayvalik Tostcusu, ein Kebab Laden an der Ecke und dort im obersten Stock- der totale Insider und super Preise!!). Die Seitengassen von Taksim sind ebenfalls sehr belebt und man kann gut in einigen Bars noch einen Halt einlegen und die Nacht und die Straßen Istanbuls so richtig genießen.

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Tag 2 Istanbul

Heute sind wir durch die Gassen Istanbuls gegangen und haben dort gesehen, wie die Türken fleißig ihre Sachen verkaufen. Es waren schmale Gassen, in welchen die Türken ihre Sachen wie gefakte Markenklamotten, Parfume, Nüsse etc. verkaufen wollen. Dort existiert wirklich ein sehr großer Schwarzmarkt und es wird ebenfalls mit Waffen und geklauten Handys etc. „gedealt“. Man sollte auch unbedingt darauf aufpassen, dass einem nichts geklaut wird. Das könnte in diesen Menschenmassen wirklich sehr leicht passieren.

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Es war interessant zu sehen, wie die Türken in Istanbul leben. In den Seitengassen traf ich einen Türken, der in Deutschland gelebt hat (welches ja nicht gerade selten vorkommt). Am Nachmittag sind der Engländer und ich dann noch in die Hagia Sophia gegangen. Diese Gegend mit der Basilika sind die totalen Touristenzentren und lohnen nicht wirklich. Wer sich wirklich für die Bauten und die Kirchen interessiert, kann es machen. Jedoch sollte mit langen Anstehzeiten und touristischen Eintrittsgebühren gerechnet werden, speziell in der Hauptsaison.

Interessant ist auch, dass viele deutsche Unternehmen in Istanbul tätig sind. Ich habe mir ein kleines Bild von „dem Klischee Türken“ gemacht. Dieser hat meiner Meinung nach schwarze Haare und eine gekrümmte Nase und verkauft gefakte Markenklamotten. Der typische Osmane Konstantinopels also (Nur Spaß Leute, keiner sollte sich hiermit angegriffen fühlen, ich könnte das gleiche Klischee über jede Nationalität erfinden).

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Abends wollten wir dann noch ein wenig feiern. Alkohol gibt es allgemein in den Supermärkten nicht zu kaufen , nur zu teuren Preisen in kleinen Kiosk-Läden. Wir trafen ein paar türkische Studenten und tranken etwas mit ihnen. Nachts waren viele Kinder und Bettler unterwegs, schon krass der Anblick, wenn kleine Kinder dich in dunklen, alkoholträchtigen Straßen nach nem Euro fragen. Ich stellte fest, dass Bildung in Türkei keinen so hohen Stellewert und Wissenschaft nicht so ein hohes Ansehen genießt wie in Deutschland. Wenn jemand zur Universität geht, dann meistens um Tourismusmanagement zu studieren oder sowas in der Richtung. Das Ausgehen in Istanbul stellte sich auch als etwas ganz anderes heraus. Die Religion überträgt sich gewissermaßen auch auf das Nachtleben. Die Straßen von Taksim waren total voll und viele waren am Shisha rauchen ( übrigens ist Alkohol und Shisha keine gute Verbindung). Die Clubs ließen nur Paare rein und nur wenige Einheimische waren offen für Alkohol. Es genießt kein Ansehen in Istanbul, sich zu betrinken und wie in Deutschland auf „Frauenjagd“ zu gehen. Ich hatte außerdem das Gefühl, dass alles ein wenig familiärer abläuft. Trotzdem fanden wir noch einen kleinen, dennoch sehr guten Elektroclub (Club Kasette,Taksim), wo wir ein wenig tanzen und sozialisieren konnten.

Frauen sollten Blickkontakt mit türkischen Männern vermeiden und nicht unbedingt Männer ansprechen, sondern sich eher zurückhaltend verhalten, wenn sie nicht von ihnen belästigt werden wollen. Blickkontakt gilt bei Türken bereits als Signal für den Wille zur Kontaktaufnahme! Ich habe von einer Engländerin gehört, dass sie ihre Handynummer an einen vermeintlich netten Türken weitergegeben hat und jetzt schon seit 3 Wochen täglich von ihm belästigt wird. Also passt ein wenig auf Ladies!

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Um es noch einmal zu betonen, die Stadt ist wirklich seeeeehr groß. Sie ist auf Platz Vier der bevölkerungsreichsten Städte der Welt mit knapp 15 Millionen Einwohnern. Sie ist so groß, dass sie sich sogar über zwei Kontinente erstreckt. Ist man auf der Seite von Taksim, befindet man sich auf der Europäischen Seite. Auf der Seite der blauen Moschee, ist man auf der asiatischen Seite. Kaum vorstellbar, dass man sich in solch einer großen Stadt befindet. Ich meine, gedanklich sind es einfach nur mehr Leute, die sich hier befinden. Das Individuum existiert trotzdem in seinem normalen Dasein weiter! (Der philosophische Spruch musste sein!)

Die Luft in Istanbul ist nicht die Beste. Viele Katzen und Hunde streuen auch hier herum. Die Süßigkeiten sind sehr anders als ich es aus Europa gewohnt bin. Man kann sich ruhig mal an die verschiedensten Sachen herankosten. Ich jedoch mag das bekannte Lokum nicht besonders. Ansonsten ist es eine sehr fleischreiche Stadt… wie schon erwartet trifft man hier auf verschiedensten Kombinationen von Kebab an jeder Ecke. Die türkische Küche gilt als sehr köstlich, also ran an die Buletten!

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Türkei und Istanbul gehört zu einer sehr schnell wachsenden Bevölkerung, auch was die Wirtschaft angeht. Sehr interessant ist somit die Zukunft dieser Stadt. Ich habe einen sehr interessante Seite zum Thema „Manieren in der Türkei“ gefunden

http://www.tuerkeiteam.de/goldenetuerkeiregeln.htm

Kleiner Tipp nebenbei:

Es ist auch jedem nur zu empfehlen vor jedem Stadtbesuch immer die Wikipedia Seiten von dem Land und der Stadt durchzulesen. Das macht das ganze noch interessanter und man hat gleich etwas zum diskutieren, damit man in die Kultur reinkommt.

Fazit:

Istanbul ist eine Stadt, die sich enorm schnell entwickelt. Es ist eine ziemlich moderne und dennoch vollkommen andere Stadt, eine der orientalischen Träume eben. Man muss sich Istanbul einfach hingeben und in der Menschenmenge abtauchen, dann kann man diese Stadt durchaus genießen! 🙂

 

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