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Ein Tag in Skopje

Skopje ist die Hauptstadt Mazedoniens. Mazedonien ist mal eine ganz andere Region. Sehr viel Berge und eine sehr grüne Landschaft. Ich werde in diesen Beitrag viele Bilder einbauen, um die Vielfalt Skopjes bestmöglich zum Ausdruck zu bringen.

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Skopje ist eine ziemlich moderne Stadt, die sich erst nach dem zweiten Weltkrieg zu einer 500.000 Einwohnerstadt gebildet hat. Die Stadt ist ständig bestrebt, sich ständig auszubauen, welches jedoch nicht ganz kritiklos abläuft. Beispielsweise wurden viele der neuen Skulpturen von anderen Ländern kritisiert, aber mehr nachzulesen gibt es bei Wikipedia. Die Stadt ist ziemlich Multikulti und es herrscht, wie in vielen osteuropäischen Länder, eine große Klaffe zwischen Arm und Reich mit einer Arbeitslosenquote von über 50 % bei Jugendlichen. Das Hostel „HiSkopje“ ist ziemlich gemütlich und hat eine nette Bedienung.

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Nebenbei : Ich hatte in Skopje eine Diskussion über die Aufmachung von Hostels mit einem Amerikaner. Dieser hat gesagt, dass er die europäischen Hostels, die ursprünglich aus einer typischen Jugendherberge aus Deutschland entsprungen sind, nach den Maßstäben von Lateinamerikanischen Hostels beurteilt, die dort wohl besonders gut sein sollen. Für ihn sollte ein Hostel immer einen großen Gemeinschaftsraum haben, eine funktionale Küche, gutes Wifi, Nähe zum Stadtzentrum und freundliche Bedienung. Diese Grundbedürfnisse, die ein Hostel befriedigen sollte, so er, sind nicht in allen Hostels in Europa anzutreffen. Wie sollte also ein perfektes Hostel aussehen? Eine sehr interessante Diskussion und eine Überlegung wert. Ich selber hatte schon mal kurz darüber nachgedacht, ein eigenes Hostel aufzumachen, in dem sich jeder wohlfühlt. Ich meine man macht ne Menge Geld , lernt viele Leute kennen und kann sich nebenbei noch anderen Sachen widmen. Die Hostelauswahl, so stimmten wir beide überein, ist einer der wichtigsten Sachen auf einer Reise.

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Heute ist mein einziger und richtiger Tag in Mazedonien bzw. Skopje. Ich nahm ein kräftiges Frühstück zu mir und wollte dann in die Innenstadt. Auf dem Weg traf ich einen Mann der bei einem Krankenhaus arbeitete. Er führte mich zur Busstation, die mich zum Kreuz auf dem Berg der Stadt führen sollte. Ich schlug dies nicht aus und er war sehr entgegenkommend. Auf dem Weg durch das Krankenhaus „Mutter Teresa“ stellte ich schon fest, dass vollkommen andere Standards und Hygienevorschriften als in Deutschland herrschen. Der Mann stellte mich erst mal all seinen Kollegen vor und erzählte mir, wie ich mich sicher in Skopje aufhalte. Skopje sei nämlich nicht ganz unsicher und man sollte immer auf der Hut sein vor Taschendieben etc.!

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Schließlich auf dem Berg angekommen wollten mich zwei Studenten aus Frankreich mitnehmen. Ich stieg mit ihnen dann den Berg hinauf und merkte dann, dass ich auch mit der Seilbahn fahren könnte. Aufgrund von Zeiteinsprang entschied ich mich dazu, die Seilbahn zu nehmen. Man kann also auch den Berg ca. 1 Stunde lang hinaufsteigen oder einfach auch für nicht mal 2 Euro hoch und runter fahren mit der Seilbahn, um das große Kreuz. Macht einfach das wonach ihr euch fühlt(Immer einer der Grundregeln beim Reisen!). Besonders wenn man alleine reist sollte man immer seinen Gefühlen(Ja, auch dem Verstand!) und seiner Lust nachgehen, um somit schlechte Laune,Zwickmühlen und schlechte Situationen im Allgemeinen zu vermeiden, welches in Gruppen nicht so leicht passieren kann.

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Die Aussicht war top von dort oben. Man könnte, wenn man mehr Zeit und Lust mitbringt, super in den mazedonischen Bergen dort wandern gehen. Ich schaffte es dann noch mit den echt günstigen Taxis bis um 12 Uhr zum Meeting Point der Free Walking Tour!

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Der Tourguide war ziemlich schräg drauf aber in seiner Schrägheit auch mega geil ! Er hatte ziemlich viel Energie. Er führte uns durch die schönsten Stadtgebiete und hatte eine Menge zu erzählen. In Mazedonien hat man eine ziemliche Vielfalt an gemütlichen Orten. Eine Art klein Istanbul befindet sich beim Bazar, welcher sehr schön ist und wo man sich einfach mal in den Gassen verirren sollte. Die Altstadt über die Brücke der Valdar ist allgemein ziemlich anschaulich. Man findet in der Innenstadt ziemlich viele Figuren und Staturen. Ich habe noch nie soviele Staturen auf einen Fleck gesehen. Für jede nennenswerte Sache stellen die Mazedonier eine Statue auf. Mutter Teresa ist in der Stadt überall noch auf Schildern anwesend und berühmt, da Skopje ihr Geburtsort ist. Man hat so also fast das Gefühl als würden die Mazedonier versuchen alles zu verkaufen, was die Stadt zu bieten hat. Viele neue Bauten sind noch im Gange.

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Nach einer interessanten aber anstrengenden Tour in der Sonne lud mich der Tourgide dann noch zu einem Bier ein. Wieder einmal ein Zeichen für mazedonische Gastfreundlichkeit. In der Stadt aß ich sehr lecker und luxuriös mit einer Art Luxuswasser für nur umgerechnet 3 Euro! Essen ist sehr billig in Mazedonien.

Dann ging es mit Taxi zurück zum Hostel, wo ich erstmal ein wenig ausruhen musste. Geiler Tag dachte ich mir… Mazedonien ist was für alternative Leute…sie hat eine versteckte Energie und sehr offene und freundliche Leute. Ein kleiner Geheimtipp für alle: trotzdem immer aufpassen es laufen im Hintergrund „geheim“ auch schräge Geschäfte ab!

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Der Verkehr von Skopje ist jedoch ziemlich schlecht. Die Büsse sind meistens voll und die Züge sehr langsam. Man sollte auf jeden Fall schon vorher direkt beim Bus-oder Zugbahnhof sein Ticket kaufen. Ich habe einen Tag damit verbracht, einen Bus zu bekommen. Beim dritten Anlauf hat es gepasst. Eine gute Organisation ist alles! Dazu gehören natürlich auch die nötigen Informationen, die man entweder „zugesteckt“ bekommt vom Personal etc. oder aus anderen herauskitzeln muss.

Es ist alles sehr unorganisiert und man kann immer mit ein wenig frechen Leuten rechnen, die dann unerwartete Extrakosten verlangen (beispielsweise muss man 1 Euro für das Gepäck im Bus extra bezahlen).

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Fazit: Die Stadt hat echt Zukunft und ist immernoch im Aufbau und hat ihre Makel. Ich las auf irgend einem Graffiti in der Stadt : „You can love your City without liking the government“. Dieses Zitat sollte wohl ziemlich gut zu der Beschreibung dieser Stadt passen. Eines Tages werde ich sie wieder besuchen, deswegen auch: One day baby, we will be in Skopje! Sie ist etwas Alternatives, Günstiges, Schönes und Gastfreundliches zugleich 🙂

39 Antworten auf One day baby, we will be in Skopje!

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